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Unwetterwarnstufe 3 für Görlitz erwartet
21.07.2011 - Der seit gestern andauernde Regen läßt böse Erinnerungen an das Jahr 2010 hoch kommen. Vor fast einem Jahr begann es auch mit Dauerregen und dann brach auch noch der Witka Staudamm in Polen und schon hatten wir das schönste Hochwasser. Jetzt hoffen wir natürlich, daß es nur ein "normales" Hochwasser wird, wie öfter nach Regenfällen. Aber an vielen Stellen an der Neiße entlang wurde schon Warnstufe 3 ausgerufen und für Görlitz wird diese erwartet. Laut Wetterbericht soll es noch bis Freitag teilweise stark regnen.
Neißetalbahn fährt wieder
Seit dem 1. April 2011 fährt die Neißetalbahn zwischen Görlitz und Zittau wieder. Die Bahnstrecke war streckenweise durch das Hochwasser im August 2010 zerstört worden. Im Bereich des Berzdorfer Sees ist ein Bahndamm sogar völlig weggeschwemmt worden. Seit August 2010 konnte die Strecke Görlitz - Zittau nur durch Busse bedient werden. 5 Millionen Euro kostete die Beseitigung aller Hochwasserschäden.
Bahnstrecke zwischen Görlitz und Zittau wird repariert
Gestern startete der Wiederaufbau der durch das Hochwasser im August 2010 zerstörten Gleise der Bahnstrecke zwischen Görlitz und Zittau. Bis Ende dieser Woche sollen alle zerstörten Schienenstränge entfernt sein. Die gesamte Strecke soll Mitte März wieder in Ordnung sein. Ein ehrgeiziges Ziel.
Mercure Hotel öffnet wieder
Das beim Hochwasser vom August 2010 schwer beschädigte Mercure Hotel soll im März dieses Jahres wieder öffnen. Das Hochwasser hat einen Schaden von rund 3 Millionen Euro angerichtet. Noch ist das Hotel eine Baustelle, aber bis März soll alles fertig sein. Auch einige Zimmer haben eine Verschönerungskur erhalten.
Schneeschmelze
In fast ganz Deutschland sind Temepraturen im Plus Bereich zu verzeichnen. Damit hat die Schneeschmelze begonnen und führt in vielen Orten zu Problemen. Einige Städte haben die höchste Hochwasserwarnstufe 4 ausgerufen. Auch Görlitz ist davon betroffen. Hier gilt zur Zeit die Warnstufe 2, was bedeutet, daß der Wasserstand über 4m beträgt.
Besser auf Hochwasser vorbereitet
Das Hochwasser vom August 2010 war für viele eine Katastrophe. In dieser Woche haben sich die Beteiligten zusammen gesetzt und die Ereignisse um das Hochwasser vom August und September bis ins kleinste Detai analysiert und ausgewertet. In einer langen Liste wurden die Schlußfolgerungen zusammen gefaßt. Dabei geht es vorallem um die bessere Vorbereitung, die schnellere Information und die bessere Lageeinschätzung. "Künftig sind wir vor einer Hochwasserkatastrophe noch besser gewappnet.", ist sich Landrat Bernd Lange sicher.
Witka Staudamm wird repariert
Schon seit einiger Zeit sind die Bauarbeiten am, durch das Hochwasser im August zerstörten Witka Staudamm, in vollen Gange. Nur der Mittelteil, der aus Beton war, hat die Flut überstanden, die Dämme rechts und Links wurden einfach weggespült. In den nächsten Tagen soll eine provisorische Mauer fertig gestellt werden, die den Fluß Witka wieder auf die Hälfte des früherer Wasserspiegel aufstaut. So kann das Kraftwerk Turow wieder mit Kühlwasser versorgt werden. Insgesamt soll der Wiederaufbau des Staudamms 2 Jahre in Anspruch nehmen. Auch die deutsche Seite wurde in die Planungen mit einbezogen.
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