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Spendenkuratorium bewilligt Auszahlung
Das Spendenkuratorium der Stadt Görlitz bewilligte in seiner Sitzung am Dienstag die Auszahlung des Geldes aus dem Hilfeprogramm des Freistaates Sachsen. 60 Privathaushalte und 25 Unternehmen werden aus diesem Hilfsprogramm Gelder erhalten. Berücksichtigt wurden nur Anträge, die nach den Richtlinien der Stadt Görlitz und des Freistaates die Vorraussetzungen als Härtefall erfüllten. An Privathaushalte wurden rund 180.000 Euro (beantragt 1,5 Millionen Euro) und an Unternehmen rund 145.000 Euro (beantragt 1,2 Millionen Euro) bewilligt. Damit wurden lt. Oberbürgermeister Joachim Paulick nur 12% der offenen Schadenssumme bewilligt.
Kreis Görlitz 50 Millionen Schaden
Nach ersten Schätzungen hat das Hochwasser vom Wochenende im Landkreis Görlitz einen Schaden von 50 Millionen Euro verursacht. Die Schätzungen umfassen aber bis jetzt nur Schäden an Straßen, Brücken und öffentlichen Gebäuden. Dazu gerechnet werden müssen noch die Schäden an privaten Häusern, an der Bahnstrecke zwischen Görlitz und Zittau, im Kloster Sankt Marienthal und am Schloß in Bad Muskau.
Friedhof in Hagenwerda schwer vom Hochwasser betroffen
Durch das Hochwasser in der Neiße-Region ist auch der Friedhof in Hagenwerda schwer betroffen und mußte geschlossen werden. Viel Grabsteine und Einfassungen sind unterspült und drohen umzukippen. Durch die Mitarbeiter des Eigenbetriebes Städtischer Friedhof Görlitz wurden die Schäden besichtigt und erste Schätzungen über die Schadenshöhe vorgenommen. Allerdings können die Arbeiten auf dem Friedhof Hagenwerda erst beginnen, wenn alle Zufahrten wieder gefahrlos genutz werden können.
Das Büro der Friedhofsverwaltung ist in dringenden Angelegenheiten unter der Rufnummer:
03581/401012 zu erreichen.
Görlitzer räumen auf nach dem Hochwasser
Nachdem sich in vielen Straßen der Stadt Görlitz bereits die Lage entspannt hat, räumen die Görlitzer ihre Keller. Viele Waschmaschinen aber auch Haushaltswaren landeten gestern bereits in Kontainern und auf Sperrmüllhaufen. Zu verwenden ist nach dem Wassereinbruch in die Mehrzahl der Häuser kaum mehr etwas.
Bis in die Nacht hinein wurde in Alt-Weinhübel noch Wasser aus dem Kellern gepumpt. Die Feuerwehr war mit mehreren Löschzügen und zu später Stunde mit Bauscheinwerfern im Einsatz.
Einige Bürger zeigten sich besorgt vor Plünderungen, da die Häuser nun Tag und Nacht offen stehen müssen, damit die Feuchtigkeit aus dem Gemäuer verschwindet. Die Stadt Görlitz beschwichtigt an dieser Stelle, das es zu solchen Zwischenfällen nicht gekommen sei. Vielmehr ist große Hilfsbereitsschaft unter den Bürgern der Stadt zu spüren.

